Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
261
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Wie er über den Zustand der Gelehrsamkeit und denRuf der Gelehrten seiner Zeit dachte, kann man da-raus abnehmen, daß er unter neun Doktoren achtaus den Schülern des Seminars erwählte.

Aus den Anordnungen, die er in Betreff deS Ge-brauches und der Verwaltung der Bibliothek erließ,geht die nicht nur an und für sich schon preisliche, son-dern auch in vielen Stücken weise, gefällige, über^ Geist und Sitte der damaligen Zeit erhabene Absichtsteten Nutzens, hervor. Er machte dem Bibliothe-kar eine ununterbrochene Gemeinschaft mit den gelehr-testen Männern von ganz Europa zur Pflicht, damitman von allerwarts Nachrichten vom Zustande derWissenschaften und den besten neu erscheinenden Wer-ken jeder einzelnen empfange und sie anschaffen könne;verordncte ihm, den Studirenden die zu ihremZwecke dienlichen Werke zu nennen und ihnen, csseyen Einheimische oder Fremde, alle Bequemlichkeitzu deren Benutzung zu gestatten. Wie natürlich,der Stiftung einer Bibliothek gemäß, uns diese Ein-richtungen Vorkommen, mußte man doch damals an-derer Meinung seyn. Ein gewisser Picrpaolo Bosca,der nach Friedrichs Tode Bibliothekar der ambrosiani-schen Bibliothek war, erwähnt in seiner, im Styledamaliger Zeit geschriebenen, Geschichte derselben, alsetwas ganz Besonderes: daß man in dieser von einemPrivatmanns, fast nur auf eigene Kosten, errichtetenAnstalt, die Bücher einem Jeden zeige und sie nicht