Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
253
Einzelbild herunterladen
 

253

sähe sich gegenüber eine offene, nach einem gleichfallsmit Priestern überfüllten Vorhause führende Thüre,nahm sich den Karabiner, den er in einen Winkeldes Hofes stellte, von der Schulter und trat in dasVorhaus, wo abermalige Blicke, Gemurmel, leisesAussprechcn seines Namens und endlich Stillschwei-gen erfolgte- Er wendete sich an einen der Priester,fragte nach dem Cardinale und sagte, er wolle ihnsprechen.

Ich bin fremd," cntgegneteder Gefragte, sahsich um und rüste den in einer Ecke des Vorsaalesstehenden Kaplan, der eben heimlich zu seinemNachbarsagte:Der? der Berüchtigte? Was will denn der?Fort, fort!" Dennoch konnte ec nicht umhin,dem durch das tiefe Schweigen laut ertönenden RufeFolge zu leisten, verneigte sich gegen den Unbekann-ten, hörte sein Verlangen, hob mit ängstlicher Neu-gier die Augen zu seinem Antlitz, senkte sie sogleichwieder zu Boden, schwieg einige Augenblicke verlegenund sagte oder stotterte vielmehr:,,,Ich weiß nicht,

ob Seine Eminenz.'... in diesem Augenblicke_im

Staude ist möglich.... vermag.... doch, ich willzusehen." Und er wackelte nach dem anstoßendenZimmer, seinen Auftrag dem Cardinale zu hinter-bringen.

Wir können hier nicht umhin, mit unserer Erzäh-lung ein wenig anzuhalten: so wie man sich wohl,müde, hinfällig von langer Wanderschaft durch un-