Entfernung von zwanzig und mehren Mi'gli'en herbei-lief, den Eardinal Friedrich zu sehen: aber es gehtaus den zu erzählenden Begebenheiten dieses TageShervor, daß die Entfernung nicht größer seyn konnte.Die Bravi, welche er auf dem Berge, hie und da,von ungefähr, traf, blieben, als er vorbeiging, ehr«surchtsvoll stehen, in der Erwartung, daß er irgendBefehle zu crthcilen habe, oder sie zp einem etwaigenUnternehmen mitnehmcn werde, und staunten nichtwenig über seine Mienen und die Blicke, mit denener ihre Verbeugungen erwiederte.
Als er dem Abhange entstiegen und auf der Land-straße war, ging cs ganz anders zu. Unter den erstenWanderern, welche seiner ansichtig wurden, entstandein Gemurmel und Gezische!, man sähe ihn argwöh-nisch von der Seite an, wich ihm überall aus. Aufdem ganzen Wege that er nicht zwei Schritte nebeneinem andern Wanderer: Jeder der ihn sich zu nahekommen sah, machte ein ängstlicbes Gesicht, verneigtesich und hemmte seine Schritte, um zurückzubleiben.Im Dorfe angekommen, im dicksten Gedränge, gingsein Name von Mund zu Mund, überall wich manzurück. Er wandte sich an einen der vorsichtigenLeute und fragte ihn, wo der Eardinal sey. „ImPfarrhaus«;" war des Ehrerbietigen Antwort, zu-gleich mit Ortsbezeichnung. Der Herr ging dahin,trat in einen engen Hof, wo sich viele Priester befan-den , die ihn alle erstaunt und erschrocken anblickten,