ein Fenster und sah hinaus. Die Berge waren nochhalb nebelumhüllt; der Himmel nicht wolkig, son-dern eine einzige, aschgraue Wolke; aber der Tages-schimmer, der nach und nach anwuchs, erhellte dasThal und ließ hier eilige Wanderer auf dem Wegeerblicken, dort Andere, die aus den Thüren tratenund ihnen folgten. Alle nahmen die Richtung nachder Thalmündung, rechts vom Schlosse, und in allerWesen und Kleidung ließ sich das Festliche nicht ver-kennen.
„ Was der Teufel haben die vor? Was für Fröh-lichkeit herrscht denn in diesem verwünschten Lande?Wo rennt das Volk hin?"—Er rüste einen, in demanstoßenden Zimmer schlafenden, vertrauten Bravound fragte ihn um die Ursache dieser Bewegung. DerBravo kannte sie so wenig wie er und entgegnete:er werde sie sogleich erfragen. Der Herr blieb imFenster lehnen, sah dem munteren Treiben aufmerk-sam zu. Es waren Männer, Weiber, Kinder,truppweise, paarweise, einzeln; Der holte den Andernvor ihm ein, ging mit ihm; Der trat aus seinemHause, wandelte mit dem ersten, besten Vorüber-kommenden; es schienen Alle Freunde, schienen eineverabredete Reife anzutreten. Aller Geberden zeigtenEile, gemeinschaftliche Freude deutlich an, und dasnicht verabredete, aber übereinstimmende, mehr oderminder deutlichere Geläute der verschiedenen Glocken,näherer so wie fernerer, schien gewissermaßen die all-