Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
190
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könnte, da er - wie der gnädige Herr sagt, .sehr auf-gebracht ist, wohl gar glauben, cs.solle ihm damiteine Genugthuung geschehen und —- ich will nicht sa-gen, sich damit brüsten, laut triumphiren, aber_

„Ihr scherzt doch nur, HdchwLrdcn! Mein Neffeist.ein Kavalier, den die Welt nach, Verdienst und'Würdenohochschätzt; mir gegenüber ist er aber sin.Kind, das nichtunehr, nicht weniger thun darf alsich ihm gebiete. .Ich verspreche Euch, daß mein Neffenichts davon erfahren soll. Wem hatten wir Rechen-schaft zu geben?. Wir'machen alles unter uns als guteFreunde ab, keine Secte erfahrt ein Wort. MachtEuch keine Gedanken darüber; — ich bin an Schwei-gen gewöhnt."— Er seufzte schwer. — „Und wasdie Schwäger," fuhr er fort, betrifft, was solltensie denn dazu sagen? Es ist ja etwas so Gewöhnli-ches, daß ein Geistlicher nach einem anderen Orte ge-sandt wird, um zu predigen. Und_ was haben

denn wir, die überall sehen, vorsehen und im Grun-de.... was haben wir uns denn um Anderer Geredezu kümmern?"

„Aber, um dergleichen zu verhüten, würde esdoch gut sehn, daß Euer Herr-Neffe irgend eine öf-fentliche Versicherung, ein öffentliches Zeichen derFreundschaft, Ergebenheit ablegte....l Nicht um un-sert -, um des Ordenswillen."

„Za, ja, das ist billig .... aber auch nicht eben-,nöthig: ich weiß bestimmt, daß mein Neffe die Ka-