muß es um der Seligkeit willen thun: sie sind dochauch unsere Nächsten.... Und das große BündelBriefe, woraus die ganze Kabale hervorgcht, dasjetzt in den Händen der Obrigkeit, wie Ihr so genauwißt; was meint Ihr, wenn ich es Euch hier ohneHexerei zeigte? Wollt Ihr es sehen, das Bündel?Hier ist cs.... Ein einziger Brief.... Ja, meinHerr, ein einziger Brief, und diesen Brief, wennIhr cs wissen wollt, hat ein Geistlicher geschrie-ben, der Euch das Wort Gottes predigen kann, daßes nur so seyn muß, ein Geistlicher, von dem, ohneEuch zu nahe zu treten, ein Haar so viel werth ist, alsEuer ganzer Bart; und er ist geschrieben, dieserBrief, wie Ihr seht, wie ich Euch sage, an einen an-dern Geistlichen, der nicht weniger — Nun seht Ihrwohl, ob die Bösewichter meine Freunde sind! Lerntaber ein andermal, besonders wenn es Euren Näch- ^sten betrifft, Eure Worte ein wenig besser abwä-gen!" —
Nach einiger Zeit verließen ihn diese und ähnlicheGedanken gänzlich, die Gegenwart nahm die volleAufmerksamkeit des armen Pilgers in Anspruch. DerArgwohn, verfolgt und entdeckt zu werden, welcherihm den ganzen Weg über so lästig war, hörte aufes zu seyn, aber wie viel Anderes ward ihm dafürum so lästiger: Finsterniß, Einsamkeit, zunehmende,schmerzvolle Müdigkeit, ein anhaltender, kalter, schnei-dender Luftzug konnten Einem, der sich noch in den
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