keit nicht, so mag sich die Stadt beschweren, immerbeschweren, bis man auf ihreVeschwcrdcn hört; aberauf eine so schändliche Weise muß man sich nicht Rechtverschaffen und nicht in die Läden und Ocsen brechenund plündern und stehlen."
Rcnzo'n war jeder Bissen zu Gift geworden, esschien ihm eine Ewigkeit zu währen, ehe er aus dieserSchenke, aus diesem Dorfe heraus sey, und mehr alszehnmal hatte er zu sich selbst gesagt: „fort, fort!"Die Furcht, Verdacht zu erregen, beherrschte ihnaber über alle Maßen, bannte ihn auf seine Bankfest. Er erwartete mit der ängstlichsten Ungeduld,daß der Kaufmann von ihm zu reden aufhörc, umungesäumt aufzubrcchen.
„Ich bin auch," nahm einer der Anwesendendas Wort, „eben weil ich weiß, wie cs bei solchenGelegenheiten zugeht und daß rechtschaffene Leute inihnen immer den Kürzeren ziehen, wie neugierig ichauch war, ruhig zu Hause geblieben." —
„Und habe ich etwa einen Schritt darnach gethan?"rief ein Anderer.
„ Oder ich?" ein Dritter. „Wäre ich zufällig ge-rade in Mailand gewesen, ich würde Alles haben stehenund liegen lassen und eiligst und schleunigst nach Hausegelaufen seyn. Ich habe Frau und Kinder, bin, offengestanden, gar kein Freund von Tumulten. "
Der Wirth, berauch zugehört hatte, ging, zusehen, wie es um den Fremden stehe, an das andere