thun sey und—der Mensch kann sich irren — drehtendie Manschetten fester.
„ Au weh, au weh, au weh! " schrie der Ge-quälte. Die Menge drängte sich naher, von allenSeiten liefen mehre herzu und der Weg ward gesperrt.„ Es ist ein Verbrecher," sagte der Notar leise zu-den Nächsten, ein Mifsethäter, auf frischer Thatgefangen; weicht aus, legt der Gerechtigkeit keinHinderniß in den Weg!"
Renzo nahm aber die Gelegenheit wahr, er sahdie Sbicrcn erbleichen, oder zum wenigsten in Ver-legenheit, dachte: „Helfe ich mir jetzt nicht, so ist'smeine Schuld!" und erhob laut seine Stimme: „Siehaben mich festgenommen, Brüder, weil ich gestern:Brod und Gerechtigkeit, geschrien habe! Ich habenichts verbrochen, bin ein Ehrenmann, helft mir, ver-laßt mich nicht, Brüder!"
Günstiges Gemurmel, lauteres Geschrei für ihn.Die Sbirren drohen anfänglich, bitten, beschwörendie Umstehenden, auszuweichen und sie durchzulassen,aber die Volksmenge wird nur dichter und dichter.Als sie den schlimmen Ausgang gewahrten, ließen siedie Manschetten im Stiche, dachten nur daran, sichunbemerkt aus dem Staube zu machen. Der Notarwünschte sehnlich ihnen folgen zu können, aber derschwarze Rock machte es bei weitem beschwerlicher.Bleich, von Entsetzen durchdrungen, wankte und beb-te der arme Mann hin und her, um sich einen Aus-