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2 (1828)
Entstehung
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dann zu Renzo zurück, mit gänzlich umgewandeltem,freundlichem Gesichte, das zu sagen schien:Ach, wirsind ja gute Freunde!" und raunte ihm traulich zu:Se>)d verständig, folgt meinem Beispiele, seht Euchnicht um, traut mir, der Euch wohl will, und kommtnun." Der Zug setzte sich in Bewegung.

Ob Renzo wohl von allen den schönen Wortenkein einziges glaubte: weder, daß der Notar ihm mehrals den Sbirren wohl wolle, noch daß er ihm gernhelfen wolle, noch seine Ehre ihm so sehr am Herzenliege; so begriff er sehr wohl, daß der gute Mannfürchtete, er möge unterweges irgend eine Gelegen-heit zur Flucht haben, und daß er, hem vorzubeugen,besagte Mittel ersann. So dienten denn auch alleErmahnungen nur, Renzo's Entschluß zum Gcgcn-theile zu bestärken.

Es wird Niemand' daraus folgern, daß der No-tar ein unerfahrner Neuling, als Gauner, gewesen sey.Er war, ob er sich gleich hierin tauschte, doch der al-lerdurchtriebenste Schelm, nur in diesem Augenblickegerade etwas Unruhig. Wäre er bei ruhigem Ver-stände gewesen, so, kann ich versichern, würde sichNiemand mehr als er.über den haben lustig machenkönnen, der, in einer für den Andern verdächtigenSache, denselben mit Schmeichelwortcn, warmenVersicherungen und dem erbärmlichen Kunstgriffefreundschaftlichen, uneigennützigen Rathes, zugere-det hätte- Die Menschen sind aber im Allgemei-