Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
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Aus dem wenig ihm verbliebenen Verstände schien erdunkel zu erkennen, daß der meiste schon drauf ge-gangen scy', so wie man wohl nach einer großen Er-leuchtung die ausgebrannten Lämpchen bei demmatten Scheine des letzten glimmenden erblickt. Erentschloß sich, stammte die flachen Hände auf denLisch, versuchte einigemal aufzustehen, seufzte,schwankte, beim drittenmale endlich brachte er sichmit Hülfe des Wirths auf die Beine. Mit Hülfedes Wirths quetschte er sich dann auch zwischen Tischund Bank heraus; der Wirth nahm in die eine Handeine Laterne und führte oder schleppte ihn vielmehrmit der anderen zur Thüre. Da aber wandte sichRcnzo, als ihm von allen Seiten laut: gute Nacht!nachgerufen wurde, rasch um und würde, hätte ihnseinFührer nicht recht fest gehalten, umgcfallen seyn;er wandte sich um und schrieb und zeichnete mit dereinen Hand allerhand Grüße in die Luft.

Kommt zu Bette! kommt zu Bette! " sagteder Wirth, und zog ihn weiter zur Thüre hinaus,zog ihn mit größerer Mühe hinauf in einen großenWorsaal und in das ihm bestimmte Zimmer. Renzofreute sich beim Anblicke des Bettes, sah den Wirthliebäugelnd, bald mit hellfunkelnden, bald wieder mitzufallenden Augen an, versuchte fest zu stehen undgriff nach dem Backen des Wirthes, um ihn mit demvorgcstreckten Zeige - und Mittelfinger, zum Zeichender Freundschaft und Erkenntlichkeit, zu kneipen, was