brod!" Indem er dies sagte, setzte er sich auf eineBank, am Ende des Tisches, und seufzte ein lauteSAch! was deutlich sagte: es ist doch eine herrlicheSache, wenn man nach so langen Tagesmühen aufeiner Bank ausruhen kann. Aber da siel ihm balddie Bank und der Tisch ein, auf der und an dem erzuletzt mit Agnescn und Luzia saß, und er mußte ineinem anderen Sinne seufzen. Er schüttelte den Kopf,wie um den Gedanken zu verdrängen, und sah denWirth mit dem Weine kommen. Der Unbekannte*saß Nenzo gegenüber. Dieser schenkte ihm sogleichmit den Worten ein: „Die Lippen anzufeuchten!"schenkte auch sein Glas voll und trank es mit einemZuge aus.
„ Was bekomme ich denn zu essen?" fragte erdann den Wirth.
„ Ein gutes Ragout," war die Antwort.
„Gut, Herr Wirth, also ein Ragout!"
„Es wird augenblicklich da seyn," sagte derWirth weiter zu Renzo, und zum Aufwärter: „Be-diene den fremden Herrn!" worauf er wieder zumHeerde ging. „Aber...." ergriff er wieder dasWort, Nenzo näher tretend, „mit Brod kann ichheute nicht aufwarten."
„ Für Brod," lachte Renzo mit lauter Stimme,„ hat der Himmel gesorgt." Dabei zog er das dritteseiner, unter dem Kreuze des heiligen Dionys gefun-denen, Brode hervor, hielt es hoch in die Lust und