Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
54
Einzelbild herunterladen
 

54

fetze gesehen, mit allen möglichen Petschaften besie-gelt und von allen Großen, auch von Ferrer unter-schrieben; und als ich zu einem Doktor kam, der mirsie eben selbst gezeigt hatte, und Gerechtigkeit vonihm verlangte, wie sie mir sie zuerkannten, behan-delte er mich wie einen Verrückten und jagte michfort. Seyd gewiß, wenn der gute, alte Ferrer alledie Dinge hört, die er jetzt, besonders die, welchedraußen Vorgehen, nicht alle wissen kann, er wirddie Hände nicht im Schooße liegen lassen, er wirdschon helfen. Und wollen die Ucbermächtigen nichtzu Kreuze kriechen und sich stammen, so sind wir schonda, ihm zu helfen, wie heute. Nicht daß wir etwaneben seinem Wagen wieder hinlaufen, um dieScburken und Tirannen alle abzuführen, denn dazumüßte man erst eine Noah-Arche erbauen! Nein, ersoll nur befehlen: daß, cs sey nun in Mailand oderanderwärts, immer nach den Gesetzen verfahren werdensoll: er soll dcn Uebertretern den Prozeß machen lassen:wo das Gesetz Gefängniß erkennt, Gefängm'ß, wo esGaleere erkennt, Galeere erthcilen: er soll den Amtleu-ten und Richtern Gerechtigkeit einschärfen und, ge-horchen sie nicht, handeln sie pflichtwidrig, sie zumTeufel jagen und bessere erwählen: und dann, wieich schon sagte, wir sind auch schon da,wo es gilt.Habe ich Recht gesprochen, Ihr Herren?"

Rcnzo hatte so von Herzen gesprochen, daß gegendas Ende seiner Rede fast alle rings Versammelte