Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
52
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Meinung zu äußern; durch das, was er mitgewirkthatte, fühlte er sich dazu berechtigt. Die Ereignissedieses Tages hatten ihm die Lehre gegeben, daß,wolle man in diesem Falle irgend eine Sache insWerk setzen, es hauptsächlich darauf ankomme, sieden Herumzüglern einzureden.Meine Herren!"sing er also im Rednertone an: darf auch ich meinebescheidene Ansicht kund thun, so ist es diese: Nichtallein mit dem Brode geschiehst Euch Unrecht; heutehabt Ihr die Erfahrung gemacht, daß, wenn mansich rührt, man auch Rechterhalt. Ihr müßt alsodieses Verfahren fest halten, bis auch jedes an-dere Uebel abgestellt wird und man christlicher mit Euchumgeht! Jst's nicht wahr, meine Herren, giebt esnicht eine Bande Tirannen, die alle zehn Gebote zuübertreten sich zum Geschäfte macht, den armen,frjedlichcn, arglosen Leuten immerwährendes Unrechtzufügt und am Ende immer Recht behalt? Und ha-ben sie das allergrößte Verbrechen begangen, so tra-gen sie den Kopf nur um so hoher, als wenn keinWasser sie trübte? Auch in Mailand fehlt es nichtan solchem Gelichter!"

Leider, nicht!" rief eine Stimme.

Wie ich sage," fuhr Rcnzo fort,selbst beiuns hört man schon von ähnlichen Geschichten. Esliegt aber auch in der Natur der Sache. So einSchuft mag in Mailand leben oder auf dem Lande,ist er hier ein Teufel, so wird er dort kein Engel scpn