Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
38
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ssy Hülfe da, der Proviantmeister solle sich bereirhalten, sogleich ins Gesängniß gebracht zu werden.

Ist das derselbe Fcrrer," fragte unser Renzo,der sich errinerte, den Namen in dem Folianten desDoktors gelesen zu haben, einen seiner Nachbaren,derselbe, der alle Mandate mit unterschreibt?"

Jawohl, der Gcheimsekretair!" wardieAnt-wort.

Und ein Ehrenmann, nicht wahr?"

Mehr als ein Ehrenmann! Er eben hatte dieBrodpreise herabsetzt; aber sie waren ihm entgegen.Jetzt führt er den Proviantmeister, der UnrechteDinge begangen hat, ins Gefängniß." Natürlichwar Renzo alsbald für Ferrcr. Er wollte ihm ent-gegen; das war zwar nicht so leicht; mit einigen Fuß-tritten und Nibbenstößen, worin er es sehr weit ge-krackt hatte, gelang cs ihm jedoch, in die ersten Rei-hen vorzudringen und dem Wagen dicht zur Seite zukommen. Derselbe war schon ziemlich weit in derMenge vor und stand eben, wie es sich bei einer sol-chen Fahrt leicht und häufig zuträgt, fest und unbe-weglich. Der alte Ferrer zeigte einmal an dem rech-ten, einmal an dem linken Kutschenfenster seine de-mürhigsten, freundlichsten, süßesten Mienen, wieer sie nur je am Hofe Philipps IV. gezeigt hatte.Er sprach auch, aber der Lärm und das Gebrüll sovieler Stimmen, die unaufhörlichen Lebehoch's, lie-ßen nur Weniges Wenigen verstehen. Er half sich