Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
35
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rechligkeit nach seinem Sinne wünschend, sich freuend,wenn es recht drunter und drüber hergeht, gleich be-reit zur Grausamkeit wie zum Erbarmen, zur Ver-ehrung, wie zum Verwünschen, je nachdem sichzu dem Einen oder Andern volle Gelegenheit zeigt,— stets begierig, recht grobe Lügen zu höre»und zu glauben, recht schreien, vergöttern oderverfluchen zu können- „ Cr lebe! Er sterbe!" dasist ihr Lieblingsfeldgeschtel- Hat man sie erst über-redet, daß der Eine oder Andere den Galgen nichtverdiene, so dauert es nicht lange und sie wollen ihnim Triumphe cinhertragen. Sie handeln, schauen zu,sind Werkzeuge, Hindernisse, so wie sich der Winddreht; schweigen leicht, wenn man ihnen nicht dasWort giebt; stehen leicht von ihrem Vorhaben ab,so wie keine Anstifter mehr da sind; zerstreuensich leicht, wenn viele Summen, ohne Widerspruchzu erregen, einstimmig riefen: „Fort, fort!" undgehen nach Hause, indem Einer dem Andern zuraunt:„ Was giebt's?" Da nun also diese Masse die größteMacht besitzt, die Macht eigentlich selbst ist, so ver-sucht eine wie die andere der Gegenparlheien, sie aufihre Seite zu ziehen, sie zu beherrschen; cs streitensich gleichsam zwei Sekten um die Einnahme des to-bten Körpers. Es kommt daraus an, die Leiden-schaften am wirksamsten aufzucegen, die Gemütheram geschicktesten für sich zu gewinnen, solche Nach-richten zu verbreiten, die die Menge entweder erbit-

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