trocknem Brode verzehren, und erwartete mit großerUngeduld den endlichen Ausgang der Empörung, vondem er sich aber durchaus nicht träumen ließ, daß ersein eignes Haus treffen könne. Ein barmherzigerSamariter war der Menge voraus geeilt und verkün-dete die dringende Gefahr. Die Dienerschaft war vondem fernen Lärme an die Thüre gelockt worden undschaute mit Furcht und Bangen die Straße hinab,der Gegend zu, von wo er heran zu kommen schien.Kaum hatten sie die Warnung vernommen, als derVortrab des Sturmes schon sichtbar ward. In deräußersten Eile benachrichtigt man davon den Herrn, undwährend derselbe noch hin« und hersinnt, ob und wieer fliehen möge, kommt auch schon die Meldung, daßes damit zu spät sey. Der Dienerschaft bleibt kaumZeit übrig, die Thüre zu schließen. Sie verrammeln,festigen sie, machen rasch alle Fenster zu, als ob einUngewitter im Anzuge sey und man alle Augenblickeden herniederschmctternden Hagel erwarte. Das aufder Straße mehr und mehr anwachsende, donner-gleiche Geheul hallt in dem Hofraume wieder, derentfernteste Winkel des Hauses erdröhnt davon, undmitten durch das ungeheure, tolle Gebrüll schallenimmer stärkere Steinwürfe an die Hausthüre.
„Heraus mit dem Proviantmeister! dem Ti-rannen! dem Broddiebe! Heraus mit ihm! Wirwollen ihn lebendig oder todt!"
Der Unglückselige läuft aus Zimmer in Zimmer,