nem Geiste beseelt, sich fremd oder bekannt, wiees der Zufall wollte, in Haufen und Massen ohnevorherige Rücksprache, ja ohne vorher selbst daran ge-dacht zu haben, sich zusammenrottelen. Die gegenseiti-gen Klagen erbitterten alle Gemüther nur noch mehr.Unter der erhitzten, tollen Menge gab es natürlichauch Einige mit kälterm Blute. Sie sahen MtFrohlocken das Anschwellen des Aufruhres, der schonwie siedendes Wasser wallte und erbrauste; sie tru-gen das Ihrige bei, ihn mit Vernünsteleien und er-dichteten Nachrichten, die die blinde, empörte Men-ge stets !m Augenblicke glaubt, mehr und mehr aus-zustören und verfolgten dabei ihre wohlgemeinte Ab-sicht, bei Gelegenheit ein wenig im Trüben zu fischen.Tausende von Menschen liefen mit dem unbestimmtenGedanken umher, daß etwas geschehen müsse undwerde. Schon vor Sonnenaufgänge war wieder allesversammelt: Kinder, Weiber, Männer, Greise,Handarbeiter, Bettler steckten die Köpfe zusammen,Hunderte von Stimmen erschollen auf einmal wilddurch einander. Hier sprach einer zu der Menge undwurde von allen Seiten beklatscht; dort fragte einerseinen Nachbar, was man ihn eben gefragt; ein an-derer schrie laut aus, was eben einer dem andern indie Ohren gezischelt hatte; überall ward gestritten,gedroht, gestaunt, und alle die Weitlaufligen, häufi-gen Gespräche und Abhandlungen ließen sich auf garwenige Worte zurücksühren.
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