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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
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Darüber bekümmert, ging er an den Felsen, wo er dasRosenbrieflein abgegeben hatte, und klopfte drei Mal an.Bald erschien einer der Herren Statthalter und rief mitfröhlichen Geberden: Willkommen, Freund Jakob! BegehrtIhr einen Schluck Wein?

Ich bedanke mich, Herr Statthalter!" antwortete derSchultheiß:Mein Anbringcn besteht blos in der Frage:ob Euer König noch gesinnt ist, morgen in der Nachtauszurücken."

Ei wohl!

Das thut mir sehr leid! Es war nicht weislich gehan-delt, daß er dieses Vorhaben so laut bekannt machte. Beisolchen Dingen muß man nicht an die große Glocke schla-gen. Nun will alles, was weit und breit Augen hat, ihnund sein Völklcin begaffen. Wie soll und kann ich armerbeschränkter Gewalthaber das hindern? Dazu gehörtFürstenmacht und Heercskraft. Kurz, ich weiß EuremHerrn nicht zu helfen; er wird einen Bienenschwarm vonZuschauern haben. Das wollt' ich ihm voraus melden,damit cs ihn nicht überrasche und er mich nicht der Un-aufmerksamkeit beschuldige."

Schlimme Zeitungen! rief der Statthalter aus: Ichwerde Seiner Majestät darüber Bericht abstatten. Wartethier auf Bescheid!

Er entfernte sich, kam aber bald mit lachenden Mienenzurück.Mein gnädigster Herr," sprach er,dankt fürEure Meldung, ist jedoch gar nicht darüber betreten. Erhat sich sofort entschlossen, in der heutigen Nacht aufzu-brcchen."

' Jetzt fiel ein schwerer Stein vom Herzen des Schult-heißen. Er ging fröhlich nach Hause und hielt vor jeder-mann geheim, was er aus dem Munde des Statthalters