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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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sah, von seinem hohen Armstühlchcn herab und wackelteden Uebrigcn nach. Er kam gerade dazu, als sein Vaterdie Zwerglein anfuhr:Allerdings sollt Ihr mir, wennIhr Geld habt, Euren Diebstahl vergüten; allein damitkommt Ihr nicht los. Ich behalt' Euch, bei Wasser undBrod, in strenger Haft, um Euer Völklein dadurch vondergleichen Mausereien künftig abzuschrecken."

Die Gefangenen schluchzten und geberdeten sich so trau-rig , als wollten sie Steine zum Mitleid bewegen. Nie-mand sah den Jammer dieser zarten, niedlichen Gestalten die man sich nicht als mißgeschaffene Zwergmenschen,mit Kürbisköpfen und Sichelbeinen, vorstellen mußohne Rührung an. Selbst Peter zeigte bei dieser Gele-genheit, daß er nicht blos einen Magen, sondern auch einHerz habe. Er schmiegte sich an seinen Vater und batmit Thränen für sie. Wahrscheinlich nahm er nur deßwe-gen so warmen Antheil an ihrem Schicksale, weil sie sichwegen eines Vergehens in Untersuchung befanden, dasseiner Eßlust sehr natürlich und verzeihbar schien.

Seine lallende Fürsprache blieb von ihnen nicht unbe-merkt. Sie nickten ihm aus ihrem Käfig dankbar zu undriefen:Vielleicht, lieber Knabe, können wir dich einst fürdeine Gutherzigkeit belohnen."

Der Schultheiß freute sich zum ersten Mal ein wenigüber sein Söhnlein, das er bisher für ein empfindungs-loses Wesen gehalten hatte. Er stimmte dcßwegen seinenhohen Richtertcn etwas herab und sprach mit gemäßigterStimme:Wenn ich meinen Feldschaden zu drei Kaiser-gulden berechne, so bin ich, fürwahr! kein harter und un-christlicher Mann; denn nur die Schoten von andernFrüchten will ich gar nicht sprechen die Ihr theils ge-pflückt, theils zertreten habt, find vielleicht doppelt so viel