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Feldraub ausging, verirrt hat! — Gibt cs denn keinMittel, dergleichen Diebereien zu hindern?
„Das ist unmöglich. Die Felder haben keine festen,geschlossenen Mauern, und könnten sie auch entbehren,wenn sich nicht die Ehrlichkeit immer seltener unter unsmachte. Es ist eine Schande für das Menschengeschlecht,daß die Schlösserzunft auf Erden vorhanden ist und mitjedem Tage unentbehrlicher wird."
Man kann aber die Früchte bewachen lassen.
„Das kostet mehr, als es nützt."
Wohl wahr; allein ich dächte doch, wir stellten wenig-stens bei unserm Schotenfelde einige Nächte hinter einan-der Wächter an. —
Das war Jakob zufrieden, und cs geschah.
Die Feldhüter meldeten an jedem Morgen, daß ssie inder vergangenen Nacht keinen Dieb entdeckt hätten: wennaber der Schultheiß die Schotenflur in Augenschein nahm,fand er sic dennoch beraubt und bemerkte neue Spurenkleiner Füßchen. Das ward ihm immer räthselhaftcr. Mariethat ihm endlich den Vorschlag, eine berühmte Wahrsa-gerin, die im nächsten Dorfe wohnte, darüber zu Rathzu ziehen.
„Was soll mir daS einfältige Mütterchen sagen?" warseine Antwort: „Die arme Närrin weiß so viel, als ich!"
Marie kämpfte gegen seinen Unglauben mit einer MengeGeschichten, aus denen sie zu beweisen suchte, daß die be-lobte weise Frau durch Krystallseherei, Kartenlegen undandere Künste die geheimsten Unthaten an's Licht bringenkönne. Er lächelte dabei, entschloß sich aber dennoch zu-letzt, die alte Sibylle zu besuchen.