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Er entschloß sich daher, dem alten Derwisch seinen eiser-nen Schatz ausznlicfern; denn es war doch zu hoffen,daß er so erkenntlich sepn würde, die verschwundenenReichthümer dagegen zurück zu geben.
Die Mutter war mit dem Vorhaben ihres Sohnes voll-kommen zufrieden; es schien ihr nur schwer, den Derwischzu finden. „Nichts leichter, als das!" sprach der Jüng-ling: „Er heißt Abunadar und bewohnt zehn Tagereisenvon hier ein Landhaus. Den Weg dahin hat er mir sogenau bezeichnet, daß ich ihn nicht verfehlen kann." —
Er wanderte mit dem Leuchter fort. Um Zehrgeld zuhaben, ließ er an jedem Abend, den er unter Weges zu-brachte, die Derwische tanzen.
Als er Abunadars Wohnung erreichte, war er sehrüberrascht, ihn nicht in einer kleinen, ländlichen Hütte,wie er vermuthct hatte, sondern in einem weitläuftigcnPrachtgebäude zu finden. Der alte Herr war fürstlicheingerichtet, trug aber sein gewöhnliches braunes Dcr-wischkleid, als Abdalla vor ihm erschien und mit heuchle-rischer Demuth den Leuchter übergab.
„Deine Worte klingen schön;" sprach Abunadar: „aberein Tiesblick in dein Herz entdeckt nur, daß ich diesenLeuchter nie aus deinen Händen erhalten hätte, wenn dirseine geheime Kraft bekannt gewesen wäre. Willst dueine Probe davon sehen?" —
Er zündete zwölf Lichter an;
Und als sofort, nach alter Welse,
Das Dutzend Derwische den Zirkeltanz begann,
Naht' er sich ihren; Wirbelkreise,
Schwang einen Stock und schlug sie Mann für Mann.Hui! sah der junge Wicht zu Gold- und SilberbarrenUnd Demanthügeln sie erstarren.