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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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und den muntern Schwarm der Wünsche daraus verbannt,der wird nimmer ein großer Mann. Der Mensch hatvon Natur einen Hang zur Bequemlichkeit; nur seineWünsche machen ihn thätig. Sie gleichen den raschen Hech-ten, die man in den Teich wirft, um den trägen Karpfenherumzuhetzen, damit er nicht immer, nach seiner Phleg-matischen Gewohnheit, auf dem kalten Grunde stehe, son-dern an der sonnigen Oberfläche seine Nahrung suche."

Aber der ruhige Fisch wird die Beute der Rastlosen,die ihn zur Verbesserung seines Zustandes emportreiben.So geht's auch dem Menschen mit seinen Wünschen.

Ei nun, wenn man gewaltige Raubhechte zum jungenKarpfensatz gesellt, oder seine Wünsche zu hoch spanntdann läuft freilich die Sache schief; doch wer wird daSthun? Der erfahrene Fischmeister wählt junge Schäker,die den altern und größer» Karpfen nur necken, aber nichtverschlingen können; und der kluge Mann, der sein Glückbauen will,, strebt nicht höher, als seine Kräfte reichen.So kommen Beide zum Zweck."

Und die Nutzanwendung auf uns?

Macht sich von selbst. Unser Vater Gott Hab' ihnselig! war ein eingeschränkter Kaufmann, der eben sowenig Spekulationsgcist hatte, wie du, und hinter demimmer das Gewissen wie ein drohender Zuchtmeister imLaden stand. Hätt' er etwas gewagt, oder zu rechter Zeiteinen klugen Bankerott gemacht, so könnten wir mit an-dern Kaufmannssöhnen um die Wette prunken. Aber erhinterließ uns nur die luftige Erbschaft eines ehrlichen Na-mens, bei der man heutigen Tages gemächlich verhungernkann. Sollen wir uns etwa mit frommer Geduld dareinergeben? Mit Nichten! Das Metall, das uns mangelt,haben andere Leute; wir dürfen es nur durch den Mag-