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Dein Beifall freut mich.
„Aber die weibliche Figur, die hier am schattigen Hügeleinen Blumenkranz windet und ein Buch im Schooße hat,gefällt mir nicht. Ihr Alltagsgcsicht durchkältct das ganzeBild. Man sollte darauf schworen, daß sie mitten imTempel der blühenden Natur ein Kochbuch läse."
Diese Lektüre liebt sie sonst nicht.
„Wer?"
Das Mädchen am Hügel.
„Also kein Gebild der Phantasie? Ein Portrait? Wohlgar das Liebchen des Künstlers?"
Ich habe vor meinem Bruder, wenn er auch unfreund-lich und zum Spott aufgelegt ist, kein Gcheimniß.
„O ich wollte, daß du's hättest, daß du dich deinerSchwachheit vor mir schämtest! Dann wäre noch Hoffnungzur Reue, zur Rückkehr. Aber so — mich ärgert, dar-über zu sprechen. Der Zufall berührte hier eine Saite, diemir sehr widrig tönt."
Nun, so wollen wir sie ruhig verhallen lassen.
„Das kann ich nicht; ich nehme zu viel Antheil an dei-nem Wohl. Du vernichtest aber dein Glück in der Wur-zel, wenn du ein blutarmes, unbedeutendes Gärtnermäd-chen heirathest. So spricht die Stadt. Sage mir, Wilhelm,hat sie Recht? Ist es wirklich dein Ernst?"
Ja. Warum sollt' ich es läugnen? Du kennst meineKaroline nicht. Sie ist arm, aber nicht unbedeutend; sieist gut und ohne Falsch. Ihre herzliche Liebe wird michglücklich machen.
„Welche lächerliche Sprache! Ich kann die Menschennicht leiden, die blos daraus lossteuern, mit ihrer liebenFrau in Ruh' und Eintracht einen Eierkuchen zu essen.Wer sich in einen so engen häuslichen Kreis einzwängt