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Allein der fromme Bernhard ruft:
»Flöht Ihr zur tiefsten Erdcnklnft,
So berat Ihr vor dem SonnenlichtDer Wahrheit Eure Schuld doch nicht!
Ihr habt wohl Ursach, Euch zu schämen!
Hervor, mein Unheil zu vernehmen!"
Die traurige Gestalt der armen Sünder zu schildern,wie sic jetzt aus den Koffern hervorkrochcn und sich vorden Stuhl des Bischofs stellten, ist ein unangenehmes Ge-schäft, gegen das die Muse sich sträubt. Wir wollen unsüberhaupt bei diesem widrigen Anblick nicht aufhalten, undeben so wenig mit wörtlicher Aufzeichnung des Urthcilsund der Strafpredigt des Bischofs die Zeit verlieren.Doch müssen wir denjenigen'Lesern, die einem Erzählernicht gern den geringsten Umstand erlassen, sondern allesrecht aus dem Grunde wissen wollen, wenigstens in derKürze so viel melden: daß der Bischof den Statthalterund den Konsul ihrer obrigkeitlichen Acmter, deren sie sichso unwürdig gemacht hatten, auf der Stelle entsetzte, undsie überdicß — so wie auch den dritten Mitschuldigen —zu tüchtigen Geldbußen verurtheilte, die er (mit Jnschlußder im Hubertschen Hause abgegebenen goldenen Pässe)der Armenkasse zusprach.
„Aber" — so wird Einer oder der Andere jener Grund-männer vielleicht fragen — „warum wurden der armenSusanne diese Strafgelder nicht überlassen?" —
Wer den Bischof aus solche Weise zu tadeln glaubt,der denkt, wahrlich! nicht so fein, wie dieser edle Mann,der durch das Anerbieten einer Summe, deren beträcht-lichster Theil zum Sold der Wollust bestimmt gewesenwar, das Ehrgefühl der tugcndsamcn Frau nicht beleidi-gen wollte.