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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
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ließen, so möchtet Ihr indessen heute nur dreihundert voll-wichtige Dukaten als Angeld erlegen. Nun, wie hält's?Kann sich Frau Hubert darauf verlassen?"

So gewiß, als ich, lebe, mein Schätzchen! rief derKonsul, und bezeigte sein inniges Vergnügen durch eingutes Trinkgeld, das er Hütchen ln die Hand drückte.

Nun eilte der Schalk znm Statthalter und beschick» ihn,sich mit dem Schlage der Mitternachtsstnnde bei Suscheneinznfinden. Auch er ging ungeachtet er sich selbst füreinen alten listigen Fuchs hielt ohne Bedenken in dieFalle. Da er sich nicht bestimmt erklärt hatte, um welchenPreis er der schönen Susanne ihre hohe Verehrung dessechsten Gebots abkaufen wolle, so war bei ihm von Geldoder Geldes Werth nicht die Rede. Hütchen hoffte doch,seine goldenen Fische im Zipfel der Geschichte zu sangen.

Susanne war indessen über Hütchens Erscheinung inder bangsten Unruhe. Bei jedem Fußtritt, den sie auf derTreppe schallen hörte, zitterte sie vor den gedrohten Licb-haberbesnchen. Sie klagte diese Noch ihrem Manne undbat um seinen Rath; aber er konnte damit nicht dienen,und hielt es auch für eine unnütze Mühe, sich darüber denKopf zu zerbrechen: denn er glaubte, Suschen habe ge-träumt.

Standhaft widersprach sie zwar dieser Beschuldigungwährend des ganzen Tages; doch dann ward sie selbstzweifelhaft, als der Nachtwächter schon die zehnte Stundeabrief und man weder von dem Schutzgciste des Ehebet-tes, noch von Schlehdorn und Compagnie etwas vernom-men hatte.Siehst du, Träumerin, daß ich Recht habe?"sprach Hubert, und ging ruhig schlafen.

Suschen wollte jetzt ein Gleiches thun; aber in diesemAugenblicke stand Hütchen in Zofengestalt und mit ei-