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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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Sie hebt sich erschrocken empor und erblicketHerrn Hütchen, der lächelnd ihr winket und nicket.

»Schön Weibchen." begann er, »erschrick nicht vor mir!

Ich komm' in der ehrlichsten Absichr zu dir!

Ich will o du armes, vor reißenden WölfenGeflüchtetes Lämmlein! dir rnthen und helfen."

Tuschen war unter das Deckbett verschwunden und ant-wortete nicht.

Herr .Hütchen sprach weiter: »Du kannst mir vertrauen.Ich lasse mich freilich nicht angenehm schauen;

Auch bin ich, damit du das Schlimmste nur weißt,

Sin Bürger der Unterwelt, nämlich rin Geist;

Doch wohn' ich dort nicht in der Tenfel'fche» Gasse,

Mit deren Geschäften ich nie mich befasse."

Das Deckbett bewegte sich ein wenig. Ein schüchternesAuge blinzelte hervor und Hütchen fuhr fort:

»Sie fröhnen den Buhlern, sic suchen mit TückenDie zartesten Wciblein für sie zu bestricken;

Ich aber mar ui,inner der Lüstlinge KnechtUnd schütze des Ehebetts heiliges Recht;

Drum will ich den alten, verliebten GesellenDie heute dich kränkten, ein Schwitzbad bestellen."

Ach! seufzte Snschen, und sah den kleinen Mann, derso vernünftig sprach. mit beiden Augen und etwas mehrVertrauen an. Er schloß:

»Und daß sie uns fa nicht entwischen, die Rangen,

So will ich sie gleichsam in Mansfallen fangen;

Doch mußt du der Freundlichkeit Speck dazu leihn:

Sie kirret und locket nichts anders hinein.

Ich werde sie morgenden Abend dir senden;

Sey zärtlich! ES soll deine Tugend nicht schänden!"