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zwölfjähriger Küchenjunge darin befand, der aber mehrHerzhaftigkeit besaß, als alle Köche zusammen.
Bei dem ersten Anblick schlug zwar auch ihm ein kleinerSchrecken in die Füße; aber er hielt, nach einigen flüch-tigen Hascnsprüngen, wieder Stand, und beschielte rück-wärts den Kobold, der sich mit zögernden Schritten undfreundlichen Geberden ihm nahte.
„Bleib, mein Söhnchen!" sagte der Geist: „Du hastnichts von mir zu befürchten. Ich weiß nicht, warum ihrmich flieht; ich bin keine gefährliche Person, und kommebloß in der löblichen Absicht, euch nützliche Dienste zuleisten. Das Kochwcsen selbst ist nicht mein Fach, undam wenigsten darf ich mir einfallen lassen, für eine geist-liche Tafel zu sieden und zu braten; denn wer das mitBeifall thun will, der muß die Kunst, den Gaumen zukitzeln, aus dem Grunde verstehen: aber ich kann Holzspalten, Wasser tragen und mehrere dergleichen Hausarbei-ten verrichten, euch wohl auch bisweilen, wenn ihr langeWeile habt, mit lustigen Schwänken unterhalten. Uebri-gens bin ich nicht naschhaft, und werde vielmehr eure Schüs-seln und Töpfe vor den Räubereien der Katzen und Hundebeschützen. Auch muß ich endlich die Tugend der Ver-träglichkeit von mir rühmen. Ich verstehe Scherz und lassemich sogar, wenn es mit einer feinen und gutmüthigenArt geschieht, ein wenig hudeln und necken: nur plumpenund boshaften Spaß kann ich nicht vertragen, und ichwerde zuweilen, wenn ich eben nicht bei guter Laune bin,darüber so aufgebracht, daß ich ausschlage. — Sich, dasist mein treues Bild, ohne den kleinsten verschönerndenZug! Schildere mich so deinen Kameraden und sprich ihnenMuth ein, damit sie sich nicht wieder wie vor einigenTagen lächerlich machen; denn es war ein drolliger An-