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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
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der erwachen werde; seine Hof- nnd Kriegs-Leute wärensämmtlich in der äußersten Bestürzung, und letztere würden,da ihr Anführer entflohen sep, an keine Verthcidigungdenken; überhaupt wären alle Umstände so beschaffen, daßman sich der Burg und des ganzen Ländchcns ohneSchwertstreich bemächtigen könne.

Der Schluß dieser Meldung war den bischöflichen Sol-daten, die nach blutbefleckten Lorbeern gar nicht begierigwaren, sehr angenehm zu hören. Dadurch beruhigt, setz-ten sie sich, ohne sonderliches Herzklopfen, in den befohle-nen Marsch, und die ihnen aufgctragenc Eroberung gelangschnell und vollkommen, weil die Winzenburger nicht dengeringsten Widerstand thaten.

Ehe noch der Bischof von seiner siegreichen Armee einenKourier erhielt, trat bei Hellem Tage der Zwerg in seinZimmer und rief frohlockend: »Deine Waffcnmänncr be-setzen in diesem Augenblicke die Thorc der Winzenburg;die Grafschaft ist dein und wird von nun an das Eigen-tum deines Bisthums verbleiben. Heh! was sagst dndazu? Bin ich ein guter oder ein böser Geist?"

Der Bischof freute sich zwar über die Vergrößerung sei-ner Ländereien und zweifelte nicht an der Einwilligungdes Kaisers, die er auch wirklich erhielt; aber höchst ver-drießlich war ihm die dabei gemachte Bekanntschaft einesKobolds, der durch die Entführung seines Deckbettes gezeigthatte, daß er zu losen Schwänken aufgelegt scp und sichkein Bedenken mache, einen alten Bischof wie ein verschlafe-nes Kind zu behandeln. Er antwortete deshalb kalt undernst: Ich wünschte, du wärest weder ein guter noch einböser Geist, sondern ein Mensch, wie ich, damit ich dichfür deine Bemühung belohnen könnte.

Das kannst du und sollst du, Herr Bischof!" versetzte