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Er schauderte vor der seltsamen Gestalt, die ihm schon beidem ersten Anblick, ungeachtet er sie in der Dunkelheit desWaldes nicht genau betrachten konnte, etwas verdächtigvorkam, setzt um so mehr, da er sogleich die Unmöglichkeitubersah, daß ein so kleiner, alter Mann mit dem gestreck-ten Galopp seines windschnellen Rosses Wettlaufen könne,wenn er nicht mit Geisterfüßen versehen sep. Uebcrdießschien das zweideutige Wesen in dieser kurzen Zeit auchschon in der gräflichen Wohnung gewesen zu scyn; dennes trug ein eisernes Kästchen unter dem Arme, das Kon-rad für die Geldkaffe des Grafen erkannte.
„Nimm hin!" sagte das Männlein, indem es ihm dieSchatulle bot: „Es ist ein guter Reisepfennig darin, dendu auf deiner Flucht wohl brauchen kannst. Mache dichgeschwind aus dem Staube! Der Bube hat den Lohn, dendu ihm gabst, reichlich verdient; allein die Gerechtigkeitmöchte dich dennoch darüber in Anspruch nehmen, daß duihr unberufen ins Handwerk gegriffen hast." —
Das denk' ich einst vor dem jüngsten Gerichte zu ver-antworten; sprach der Burgmann: doch an fremder Habewill ich mich nicht wie ein Räuber vergreifen. —
„Welche alberne Bedenklichkeit!" rief das Bäuerlein la-chend: „Der, dem dieses Geld gehörte, kann es nun nichtmehr brauchen."
Das gibt doch mir kein Recht dazu; versetzte. Konrad:Und woher hast denn du Fug und Macht, das Eigcnthumeines Andern zu verschenken? Wer bist du?
„Ei, ich habe jetzt weder Zeit noch Lust, auf diese Fragezu antworten. Hier steht die Schatulle. Ein Narr, dersie nicht nimmt!" —
Der Zwerg setzte mit diesen Worten das Kästchen hastigauf den Tisch, und ging ohne Abschied von dannen.