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Am nächsten Morgen dünkt ein Dornenweg der GangZur Kirche den gesummten Nonnen.
Sie folgen der Aebtissin nur mit Zwang,
Und furchtsam wird das Lied begonnen.
Schon lauert still der Geist an seinem düstern Ort,
Und ist so gnädig nicht, wie Tags zuvor, gemuther:
Denn bei dem ersten Ton der Sängerinnen tutetEr dreimal stärker drein, und tutet fort und fort.
Und lustig steht er jetzt der Nache Plan gelingen:
Was Beine hat, wirft sich mit großen Sprüngen,
»Tut-Ursel!" schreiend, in die Flucht.
Nur die Aebtissin bleibt und läßt nichts unversucht,
Die Fliehenden zum Stehn zu bringen;
Doch, was sie thut, ist ohne Frucht.
Der aufgeschreckte Trupp, der einem dichten HaufenAmeisen gleicht, fährt fort' davon zu laufen.
Die Kirche stand nun viele Monden leer.
Man konnre sie getrost vermauern.
Von ihrem Anblick schon beströmt mit kalten Schauern,Betrat sie keine Nonne mehr.
Die Hirtin der verscheuchten Schafe
Trieb sie zwar oft mir Mühe bis ans Thor;
Doch keine Drohung, keine StrafeZwang einen Schritt die Heerde weiter vor.
Da war kein Natb, als daß man Urseln banne.
Das unternahm ein Mönch, den man weit her verschrieb,Weil. Keiner so, wie er, die Geister in die PfanneMit Waffen des Gebetes hieb.
Auch Ursel wich sofort dem sieggewohnten Manne,
Der sie in einen Wald durch seine Künste trieb.
Er strafte noch sogar ihr neckendes GeheuleDurch die Verwandlung in eine große Eule.
In dieser Gestalt ward sie in ein Gehölz bei der Dumm-burg (einem damals berüchtigten Raubschlosse) von demBeschwörer gebannt.