-<>D 166 -Z^o-
Von Augenblick zu AugenblickGibt ihr der Genf ein feines Stück,
Bis sie so grob es treibet,
Daß nur noch Eins ihm bleibet.
Und auch nach diesem streben schonDie unverschämten Krallen;
Nun, denkt der Graf, wird bald zum LohnEin gvldner Negeu fallen.
Er bringt den Nest — Hu! wild gespannt,
Erpackc die Tatze seine Hand,
Und graß beginnen EulenEin Jubellied zu heulen.
Der Graf brüllt schreckbar, wie ein LeuUnd sucht sich loszuringen;
Doch läßt daö Unlhier ihn nicht freiAuS seinen Eisenschlingen.
Pechschwarze Nacht bedeckt den Tag,
Den Thurm zersprengt ein Werterschlag,
Und Schwefclflammen spritzenHervor aus hundert Nitzen.
Jetzt überschattet den TumultVernehmlich eine Stimme:
»Ein edles Mädchen ohne SchuldVerfolgtest du mit Grimme!
Vermähl' es flugs mit deinem SohnUnd langes Leben sey dein Lohn!
Sonst. Würhrich, bist du heuteDer Nachegelster Beute!" —
Der unsichtbare Heirathsstifter schien gut zu wissen, daßer mit einem harten Kopfe zu thun habe, und deßhalbein so schrcckbares Getümmel erregen müsse, um das Ja-wort ihm abzupressen. Dieß stöhnte denn auch ohne lan-ges Bedenken der gedemüthigte Graf heraus. Sogleichließ ihn die Bärentatze los und verschwand; die Nachtward wieder Tag, der Thurm stand fest und unzcrtrüm-