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Und er sah, das; hinter BäumenHalb versteckt ein Mädchen stand,
Das, erschrocken, ohne Säumen,
Wie ein scheues Neh verschwand,
Ferdinand, der kein Tauseudtheilchcn der Keckheit undZudringlichkeit besaß, womit ein Ritter der heutigen Weltein ähnliches Abenteuer bestehen würde, sah starr dem Mäd-chen nach, und besann sich eine volle Minute, ob er denreizenden Flüchtling verfolgen wolle. Dann sprang eraber rasch, wie von einem unsichtbaren Hebel emporgc-schnellt, von seinem Rasensitz auf und eilte der Fliehen-den nach. Ihr weißes Gewand, das durch die grüneNacht des Waldes weit schimmerte, verrieth ihm den Wegihres Rückzuges, und bald war er nur noch zwanzig Schrittevon ihr entfernt.
Als sie den Feind sich so nah auf der Ferse sah, hemmtesie plötzlich ihren keuchenden Lauf, und erwartete stehendenFußes, mit abgewandtem Gesicht, ihren Verfolger. DieseEntschlossenheit brachte den Grafen außer Fassung. Wieein feigherziger Raufbold, der nur so lange den Heldenspielt, als er vor sich laufen sieht, verlor er nun dcn Muth,einen Schritt weiter vorwärts zu thun. Mit brennendenWangen schlug er den Blick zur Erde, schielte bisweilenunter den Augenbraunen hervor nach dem Mädchen hin,und zupfte vom nächsten Baume Blätter, die er, um demSpielwerke seiner Zagheit den Schein eines absichtlichenGeschäfts zu geben, in die Tasche steckte. Das schöneKind zog den Saum der Schürze durch die Hand undbelauerte mit vorsichtigen Seitenblicken, was der jungeMann weiter beginnen werde. Er wankte nicht von derStelle. Beide waren in der unbehaglichsten Verlegenheit,die mit jedem Augenblick stieg.