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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
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packen zu helfen und rief mehrmals, sich selbst nachspot-tend , mit freudigem Schmunzeln:Nun sind Sie mirdoch ein Eidam, wie ich ihn lange gewünscht habe!"Aber plötzlich ward er nachdcnkcnd und sagte:Wassangen wir an? Der Gcbirgsfürst hat in höchster Personeinen Hochzeitschmaus bestellt; doch heute schon den Pfar-rer rufen zu lassen, ist wohl nicht möglich. Unterbleibtes aber, so sch' ich voraus, daß ich von dem gestrengenHerrn dcßhalb wieder tüchtig kasteit werde."

Machen Sie sich darüber keine Sorgen! tröstete Wuni-bald: der Geist ist mit den Sitten und Gebräuche» derOberwelt nicht genug bekannt; er würde sonst keinen sokurzen Trauungstcrmin bestimmt haben. Ich stehe dafür,daß er vollkommen zufrieden ist und Ihnen kein Leid zu-fügt, wen» wir nur heute das Verlobungsfcst feiern.Das geschah. Vier Wochen darauf folgte die Hochzeit,und neun Monate später ein schöner Knabe.

Als Wunibald mit der Wahl und Einladung der ge-wöhnlichen drei Pathen zu Stande war, schrieb er aucheinen zierlichen Gcvatterbrief an den Gebirgsherrn, eiltenach dem Walde und legte das Schreiben auf den Platz,wo er Rübezahls Bekanntschaft gemacht hatte. Ein ra-scher Windstoß hob es von der Erde und trug es tief inden Forst. Der Briefsteller lauerte vergebens auf eineAntwort; er sah und hörte nichts. Doch am Taufsteinedrängte sich ein unsichtbares Wesen zwischen die Pathen,beantwortete die Fragen des Priesters mit lauter Stimme,und beschenkte die Wöchnerin und das Kind. Seitdemaber bekümmerte sich Rübezahl um sein Pathchen nichtweiter.

Wunibald war durch seinen Herrn Gevatter zwar inden Stand gesetzt, ohne Sorgen und Arbeit zu leben;