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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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Dieser sprang von seinem Schmerzenslager auf, umden hohen Ankömmling zu empfangen.

Guten Abend, Herr Wirth!" rief Wunibald ihm ent-gegen-

Balzer crschrack vor dem bekannten Ton dieser Stimme.Er trat näher, bebte zurück, schlug die Hände über demKopfe zusammen und schrie: Jst's möglich? Herr Wunibald!

So heiß' ich und bin Ihnen sehr dafür verbunden,daß Sie mich vor acht Tagen aus Ihrem Hause gestoßenund an de» Gebirgsgeist gewiesen haben. Er hat mich,wie Sie sehen, zu einem reichen Manne gemacht, und ichbediene mich nun Ihrer Erlaubniß, wieder zu kommen."Scham und Erstaunen ließen den Engclwirth langekeine Worte finden. Endlich stottert' er mit gewaltsamerzwungenem Lächeln die Frage zusammen: Sind SieDer, welcher hier Hochzeiten will, oder muß ich eines An-dern warten?

Nein, ich bin's."

Aber wo ist Ihre Braut?

Hier im Hause, wenn Sie's erlauben."

Indem er so scherzte, stand Lerchen unfernUnd wagte sich nicht an den stattlichen Herr» ;

Er aber umfing stc, und nannte sie lautMit feuriger Herzlichkeit Liebchen und Braut.

DaS Mädchen entzückte der bräutliche Kranz;

Allein sie verstummte vor Wunibalds Glanz.

Ein Auge sprach zärtlich : Ich liebe dich treu lDaS andre bewachte den Water mit Scheu.

Jehl schmolz in dem Alten der eiserne Sinn;

Er wandte sich rasch zu den Liebenden hin:

Recht, Kinder! Ich gebe mein Jawort dazu;

Doch laß mich nun auch der GebirgSherr in Nnhi"

Ls.