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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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hab' aus dcr hohen Schule mit allem Fleiß der Rechtswis-senschaft abgelegen, und denke bald, mit Gottes Hülfe, znBrod und Ehren zu gelangen. Ich lieb' Eure Tochter Weiter ließ er mich nicht sprechen, sondern fiel mirheftig ins Wort: Schweig' Er still! Steht dem Landlän-fer dcr Sinn so hoch, daß ihn die einzige Tochter einesreichen Bürgers »nd Gasthofbcsißcrs gelüstet? Soll dcrSchwiegervater Ihn füttern, oder will Er Sein Weib mitPapierspänen nähre» und kleiden? Er, Schulfnchs,wäre mir ein Eidam, wie ich ihn lange gewünscht habe!Pack' Er sich mit Seinen hohen Gedanken aus meinen vierPfählen! Nach diesen und mchrern Schimpfwortcnergriff er mich am Arm, schleuderte mich auf die Gasseund schlug die Thür hinter mir zu. Da stand ich imSchlafrock, von Straßcnbubcn verspottet und hörte meinjammerndes Mädchen inwendig schelten und schlagen. O,cs war ein Augenblick zum Verzweifeln! Herr Balzer,rief ich durch's Schlüsselloch, schont Euer Kind und gebtmir mein Reisegepäck: ich will Euer Haus fliehen undmeiden. Jetzt ließen die Mißhandlungen des armenMädchens nach, und ich hörte den Alten die Treppe hin-aufkrächzen. Eine Weile nachher that er das Fenstermeines Dachstübchens ans, warf mein Bündel herunter,und ries so laut »nd mit so schallendem Hohngclächtcr, daßman es zwanzig Häuser weit vernahm: Da, Herr Stu-dent, sind Seine Schätze! Die zehn Thaler, die Er mirnoch schuldig ist, will ich ans Mitlciden Ihm schenken.Nun troll' Er sich aber fort ans der Stadt, und wennEr nicht weiß wohin, so zieh' Er ins Riescngebirge, laßEr sich von dem närrischen Kobold, dem Rübezahl, zneinem reichen Manne machen, und dann komm' Er wieder!