-o-A 23 Oo-
aber kein großes Gluck damit machen. Wer wird so ein-fältig seyn, für das alte, verbündete Ding viel zu ge-ben? Ich muß es wenigstens erst blank putzen."
Und cilS sie jetzt, um den Preis zu verteuern,
Mit wollenen Lappen und Wasser und SandGesitmfiig anföngt, die Lampe zu scheuern.
Da tirüllr urplötzlich hervor aus der Wand,
Die nnr Erbeben des Hauses sich spaltet.
Ein nachtschwarzer Geist, wie ein Niese gestaltet:
»WaS willst du? — AlS Sklave gehorch ich dir,
Und alle Sklaven der Lampe mit mir."
Vvr Schrecken von all' ihren Sinnen verlassen,
Sank Mütterchen hin; doch muthig und frischEntschloß sich ihr Sohn, die Lampe zu fassen,
Und sprach: Mich hungert, bestelle den Tisch!
Der Necke verschwand und behend kam er wieder,
Mit einem silbernen Korb' in der Hand,
Worin in zwölf Schüsseln sich Speise befand,
Und setzte die Tracht vvr dem Knaben nieder.
Der Geist trat dann schnell wieder ab, und Aladdinrüttelte seine Mutter aus ihrer Ohnmacht auf. Sic starrteden schimmernden Spcisekorb mit großen Augen an; abercs hielt schwer, sie zum Genuß der darin befindlichen Ge-richte zu überreden. Endlich besiegte der liebliche Geruchder Speisen ihre Scheu. Sic aß mit Herzenslust und sagtelachend: es scy doch nicht so schlimm in des TeufelsKüche zu kommen, als man gewöhnlich sage.
Mutter, sprach Aladdin, stellt Euch die Sache doch nichtso schauerlich vor! Uns traktirt ja nicht der höllische Urian,— der mit allen guten Menschen so über den Pferdefußgespannt ist, daß er sie gewiß nicht zu Gaste bittet —uns bcwirthet ein freundlicher Genius. — Nun geht mirerst ein Helles Licht auf, warum der schlimme Mann, der
.r