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WaS er hier avntcte zum bloßen Spielverguügen,
Dafür stand wohl die halbe Welt zu Kauf.
So kam er, schwer bepackt, den engen Pfad herauf,
Und trat schon auf die letzten Stiegen.
In lechzender Erwartung standDer Oheim an der Höhle Rand,
Mit Honig auf der Schlangenzunge:
„Bringst du die Lampe, lieber Junge?" —
Ei wohl! rief Aladdin: Ich bringe noch viel mehr.
Reicht mir die Hand, Herr Ohm. um mich herauszuschwingen!„Gleich," sprach der Alte, „gleich! Nur erst die Lampe her!Dann wird es leichter dir gelingen." —
Der Knab' crwiederte: Die Lampe drückt mich nicht;Sobald ich oben bin, sollt Ihr im Nu sie haben. —
Dem Graukopf loderte jetzt Zorn im Angesicht.
Errief: „Warum nicht gleich? Du Ausbund böser Knaben!"O zürnet nicht! bat Aladdin:
Ich habe sie mit all' den Wundergaben,
Die ich im Garten fand, im Busen so vergraben,
Daß eS unmöglich ist, sie jetzt hervorznziehn. —
Der Ohm fuhr dennoch fort zu zanken:
„Gib mir die Lampe. Böi'ewicht!"
Doch Aladdin blieb ohne Wanken
Bei der Entschuldigung: Herr Ohm, eS geht jetzt nicht!Drob fing nun, wie ein Ungeheuer,
Der Hexenmeister an zu toben und zu schrein,
Sprach einen Bannfluch aus, warf Nauchwerk in das FeuerUnd vor die Hohle flog der Stein. —
Aladdins Verderben war in jedem Falle von dem Un-hold beschlossen. Er hatte durch die magische Kunst' aus-gewittert : daß sich in dieser Kluft eine Wunderlampe be-finde, die den Besitzer reicher und mächtiger als alle Mo-narchen der Erde mache, durchaus aber weder von ihm,noch von einem andern Schwarzkünstler, sondern nur voneinem Knaben gehoben werden dürfe. Um diese EntdeckungLangbcin's sämmrl, Schr. X. Bd. 2