„Sic leitet dich in einen Zaubergarten.
Der reich an Wunderfrüchten ist:
Steh aber hier nicht still, sonst hast du zu gewarten,
Das; du sofort ein Naub des Todes bist!
Dechalb beflügle deine Schritte,
Von jeder Lockung ungerührt,
Durch einen Laubengang, der schnurstracks, in der MitteDeS Gartens, dich auf einen Hügel führt."'
„Hier wirst du eine Grotte finden,
In welcher eine Lampe brennt.
Sie ist, wie die Gestirne mir verkünden,
Der Schatz, den dir der Fürst der Geister gönnt.
Drum lösche kühn sie aus, lind last durch nichts dich schrecken,In deinen Busen sie zu stecken.
Dann tritt den Rückweg an. und jetzt brich unverzagt,
Was von der Frucht des Gartens dir behagt!"
„Kein Unfall soll dir widerfahren,
Wenn du befolgst, was ich dir hieß,
Und dieser Goldreif wird so mächtig dich bewahren,
Wie er mich noch in keiner Noth verließ."
Drauf zog er einen Ring vom Finger,
Und rüstete damit zum Abschied i'einen Jünger.
„Geh, Sölmchen," fuhrer fort: „der Sulran — denk an mich! —Ist bald ein Bettler gegen dich." —
Der Knabe, dessen Mnth des falschen Ohms ErwartenWeir übertraf, flog wie rin Blitz
Die Trepp' hinab, durchlief die Säle, sammr dem Garten,Und nahm die Lampe rasch und glücklich in Besitz.
Des Zaubergarrcns Früchte schienen
Ihm zwar nur buntes GleS, das ihm ins Auge stach;
Doch waren'S Aepfel von Rubinen,
Und Birnen von Smaragd! die er von Zweigen brach.
Auch fand er hier in Abstgestalten
:in,
Und lammelte davon in Haschen, KlciderfaltenUnd in den Busen reich/ch ein.