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Theil 3 (1851)
Entstehung
Seite
321
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Ein Herr aus Rom, an seinem Hof, behagteVor Ander» ihm, Fausto Latin genannt,

Dem er oft viel, sich selber lobend, sagteVom schönen Antlitz, von der schönen Hand.Doch als er diesen eines Tags befragte,

Ob jemals er, in nah- und fernein Land,

Von gleicher Schönheit einen Mann getroffen,So war die Antwort wider sein Verhoffen.

7 .

Gern sag' ich dir, daß, »ach dem Augenscheine,Versetzte Faust, und dem, was Jeder spricht,

Ich Wen'ge dir an Reiz vergleichbar meine;Vielleicht auch giebt es mehr als Einen nicht.Mein Bruder ist, Giocondo, dieser Eine;

Doch außer ihm, glaub' ich mit ZuversichtDaß Niemand dir de» Preis der Schönheit raubeNur Er erreicht, besiegt dich, wie ich glaube.

8 .

Dem König schien dies ungereimt zu klingen,Nie mocht' ihm ja bis jetzt der Preis entgehn;Und ihm entstand ein gar gewaltig Dringe»,

Den Jüngling, den man so gelobt, zu sehn.

Auch mußte Faust, den Bruder her zu bringen,Dem König das Versprechen zugestehn;

Obwohl, den Mann zum Kommen zu bewegen,Sehr schwierig möchte seyn, und zwar deßwegen;Ariosto III. AI