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Einundzwanzigster Gesang.
66 .
Dem Geist Philanders, der vorausgegangen,Folgt nun der Geist des Arztes alsobald.
Da wir von ihm die wahre Kund' empfangenDer argen That, die man ihm schlecht vergalt,So nahmen wir dies Ungeheu'r gefangen,
Das wilder ist, als irgend eins im Wald,
Und ließen cs an dunklem Ort verrammenBis ans den wohlverdienten Tod in Flammen.
67 .
So sprach Hermonides, und wollt' erzählen,Wie ans dem Kerker sie sich fortgebracht;
Allein der Schmerz begann ihn so zn quälen,Daß er zurncksank wie in Todesnacht.
Von seinen Knappen ward ans dünnen PfählenIhm eine Bahr' indeß zurecht gemacht;
Ans diese ließ Hermonides sich legen,
Denn anders könnt' er nicht sich fortbewegen.
68 . '
Zerbin entschuldigt sich mit vielen BittenUnd sagt, die Wunde mach' ihm bittern Gram;Auch Hab' er nur, gemäß den Rittcrsitten,Vertheidigt dieses Weib, das mit ihm kam.Sonst hätte ja sein Wort dabei gelitten;
Denn er versprach, da er in Schutz sie nahm,Mit aller Kraft vor jedem sie zn wahren,
Von welchem sie ein Leides möcht' erfahren.