Druckschrift 
Theil 3 (1851)
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

73

Einundzwanzigster Gesang.

69 .

Und künn' er sonst ihm zu Gefallen leben,

So woll' er ihm in Allem willig sehn.

Er möge nur, spricht Jener, dahin streben,

Sich von Gabrinen baldigst zu befrei'«,

Eh sie vielleicht ihm was zu thun gegeben,

Das er umsvnst bereue hinterdrein.

Gabrina muß die Augen Niederschlagen,

Denn ans die Wahrheit läßt sich wenig sagen.

70 .

Nun zieht Zerbin davon mit seiner Alten,

Auf dem vcrsprochuen, pflichtgemäßen Pfad,

Und flucht den ganzen Tag ohn' einznhalten,

Weil er nm sie dem Ritter Nebles that.

Und jetzt, nachdem er den Bericht erhaltenUnd ihrer Bosheit volle Kcnntniß hat —

War sie vorhin schon Ekel ihm und Granen —Jetzt kann er sie vor Haß nicht länger schauen.

71 .

Sie, wohlbekannt mit seinem tiefen Hassen,Schenkt ihm davon auch eine Drachme nicht,Will nicht in Bosheit sich besiegen lassenUnd giebt für einfach doppeltes Gewicht.

Ihr Herz vermag das Gift nicht mehr zu fassen,Schon zeigt cs sich in Blick und Angesicht.

In solcher Eintracht, wie ich euch verkünde,Durchziehen sie des alten Waldes Gründe.