Eine weitere Folge dieser Maßregeln aber war das Elend, in welchesTausende von Armen verfielen, die so eben noch durch die mildenSpenden der Klöster und die Arbeit unterstützt wurden, die dieseihnen zukommen ließen.
So denn war die erste Folge der Häresie in Beziehung ansdie Klöster die gänzliche Zerstörung derselben. Dadurch wurdeauch der öffentlichen Sittlichkeit sehr geschadet. Denn die Aufhebungdes Klosterftandes war eine feierliche Erklärung, daß man mit derHeiligkeit des Eides spasse. Die Quellen des öffentlichen Wohlstan-des waren vertrocknet. Ferner verloren die häretischen Länder baldeinen großen Thcil ihrer schönsten Zierden; denn von Grund anszerstörte man die Gebäude, die errichtet waren, um den Stürmender Jahrhunderte zu trotzen, sowie auch die herrlichen Gärten, diezn ihnen gehörten, in der Absicht, dem Volke jede Hoffnung aufWicderauflcbung dessen, was man eben zertrümmerte, zu benehmen.
Drittes Kapitel.
Folgen der Häresie in Bezug ans die Klöster in katholischen Ländern.
Verbesserungen der alten Orden. Neue Orden.
Ein großer Theil des nördlichen Europa hatte, dem Schismaund der Häresie anheimgefallen, in Folge dieser Jrrthümer die Mönchevertrieben, obwohl deren Niederlassungen für das Land eine Quelledes materiellen und wissenschaftlichen Gedeihens und fast fortwäh-rend ein Gegenstand der Erbauung der Bewohner gewesen waren.Während nun diese Völker in ihrer Verblendung ihre alten Wohl-thäter vertrieben, konnte sich doch die Humanität, von einer solchenUndankbarkeit tief gerührt, mit nützlichen Ausgleichungen trösten.Vertrieben von dem alten Schauplätze, wo sie ihren Einfluß aus-geübt hatten, verbannt aus dem Osten lind Norden, wendeten dieMönche voll Hoffnung ihre Blicke nach dem Westen, wo ein großesund reiches Land wie durch Bezauberung ans dem Meere sich hob.Treu bleibend ihrer Aufgabe reisen sie in die neue Welt, streuenda mit dem Evangelium jene anderswo verachteten und verschmähteilWohlthaten ans, heilen die Wunden, welche der Ehrgeiz und die