Geschichte der Mönchsorden.
Viertes Buch.
Aufzählung der religiösen Congregationcn, welcheseit dem 17ten Jahrhunderte in Frankreich und andernLändern in's Leben traten.
I. Religiöse Congregationcn von Männern.
Erstes Kapitel.
Zweck dieser Cengregativnen.
Die Geschichte der geistlichen Orden hat die historische Ent-wickelung jener großen Anstalten anzngebcn, welche die Thätigkeitdes weltlichen ClcruS stets so kräftig unterstützt und nicht seltenergänzt haben. Die scierlichcn Gelübde gaben ihnen schon äußer-lich einen besondern Charakter; mit einem Worte, die Gesammthcitjener bewunderungswürdigen Ordenssamilien bildet das Mönchthum.^ Unter ähnlichen Förmlichkeiten, indem sic aber nur die einfachen,
! manchmal gar keine Gelübde ablegtcn, erhoben sich Congrega-^ tioncn für alle moralischen, intellektuellen und materiellen Mängelund Bedürfnisse der Völker. Die Observanz ist hier nicht so strenge,als bei den eigentlichen Mönchen: denn da sich diese Congregationcnder Krankenpflege oder dem Unterrichte, manchmal beiden zugleichwidmen, so haben sie stets mit dem Volke Verkehr, das sie unter-weisen oder unterstützen.
Seitdem der heilige Ignatius seine unsterbliche Gesellschaftgegründet hatte, entwickelten sich solche Congregationcn bei allenNationen, besonders aber bei der französischen, von den Jesuiten er-muthigt und unterstützt, ans eine so merkwürdige Weise, daß es
I