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2 (1845)
Entstehung
Seite
19
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welche ja für die Geschichte, für die Stärke und Schwäche desmenschlichen Geistes ein Hilfsmittel sind; zur Anlegung großerSammlungen von Inschriften, Medaillen und Münzen, welche dieGesetze und Gebräuche bezeugen und erklären; zur Sammlung vonGemälden und Statuen, die durch ihre Nachahmung der Natur dieGrenzen der Schöpfung zu erweitern scheinen; zur Sammlungberühmter Denkmäler für Todte, welche die Bande und den Blickdcö Lebens noch über daS Grab ansdehncn, benützt wurden." u. dgl.

Ja! noch Ein Mal! die sogenannte Reformation konnte ihrenPrineipien nach sich mit dem Klosterstande nicht vertragen, und cslag in ihrer Natur, an die Stelle der Gesellschaften nur Einzelnezu bringen. Allein sie mußte einen Vorwand suchen, um auchallen Anschein davon zu vermeiden. Die Leidenschaften schmeicheltender Aufforderung, und alsbald stürzten in Deutschland und Englanddie Klöster nieder.

Zweites Kapitel.

Einfluß der Nefvnnaiivn auf die Klöster iu den von der Kirche abgefallenen

Ländern.

Schon der englische Häretiker Vieles begann im vierzehntenJahrhundert als Vorläufer der sog. Reformation den Kampf gegendas Mönchtbum. Noch mehr that dies! ein Menschenalter später,im Anfänge dcS fünfzehnten Jahrhunderts, der böhmische Neuerer,Joh. Huß, und der Brand von 500 Klöstern, den seine Anhängeranstiftcten, ließ dem Mönchstande den ungeheuren Verlust, den erein Jahrhundert später erleiden sollte, zum Voraus empfinden.

Als aber nun im sechzehnten Jahrhundert der Sturm desLuthcrthums ausbrach, wurden nach Luthers Lehre von dem Druckeder Klostergelübde in einem beträchtlichen Theilc Europas die Reli-giösen auö ihren Zufluchtsstätten vertrieben, ihre Güter sätularisirt,ihre Gebäulichkeiten zu andern Zwecken verwendet. In Frankreichwühlte Calvin in den Eingcweideu des Reiches. In England erklärtesich Heinrich VIII. als Beschützer und Oberhaupt der Kirche, undließ diejenigen aufs Schaffot bringen, welche den Eid der Aner-kennung der Obergewalt des Königs in Kirchcnsachen verweigerten;

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