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2 (1845)
Entstehung
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(beschichte der Mönchsorden.

Drittes Vu cb.

Von Lnther's Kirchenspaltung bis aus unsere Zeit.

Erstes Sapilel.

Einwürfe gegen das Klssterleben.

Wenn man die Geschichte der Mönchsorden etwas näherbetrachtet, so wird man nnwillkührlich zu dem Schluffe gcnöthigt,daß der Geist der Kirche in vorzüglichem Maße ein socialer Geistist; ist er ja doch ein Geist des Wohlwollens, der Liebe und derStärke. Es ist aber nirgends Stärke möglich, als da, wo maneinander bcisteht, wo Einer den Andern unterstützt, wo Einigkeitherrscht. Und ans diesen Grundsatz stützt sich die Gemeinschaft dertrimnphirenden und streitenden Kirche, ans ihm ist die Kirchen-verfaffung gegründet, ans ihm bcrnht jede politische und bürgerlicheGesellschaft. Und in der That gibt es eine Gemeinschaft der Ver-dienste und Fürbitten zwischen den Heiligen und den Gläubigen;eine Gesellschaft im Episeopate unter der Leitung des Papstes, unterden Priestern unter der Leitung deS Bischofs, unter den Bürgernunter der Leitung des Königs. So nun wäre es erwiesen, daß dieStärke in der Vereinigung begründet ist. Wenn aber einmaldieser Grundsatz fest steht, so wird nicht mehr befremden, daßdie Kirche seit ihrem ersten Anfänge darauf auöging, immerwährenddiesen Grundsatz in Anwendung zu bringen. Sagt ja ihr göttlicherStifter selbst:wo Mehrere in meinem Namen versammelt sind,da bin ich mitten unter ihnen;" sie mußte also ihre Kinder zur

Gksch, der Mönchsorden. II. 1