Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
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Tragen von Linnen wnrdc erst lange nach dem heiligen Benediktgebräuchlich; in Polen und in der ganzen Türkei trägt man nochkeine, und schläft halb angekleidet ohne Leintücher. Gleichwohlschlief man schon vor dem Gebrauche der Leintücher, wie cs nochin Italien üblich ist, ganz bekleidet, und deswegen befiehlt dieRegel den Mönchen, selbst ohne den Gürtel zu lösen, angckleidetsich schlafen zu legen."

Ebenso haben rücksichtlich der Nahrung, der zur Mahlzeit undzum Schlafen bestimmten Stunden, der Enthaltsamkeit und desFastens, der Art und Weise zu wohnen u. s. w. die Heiligen,welche den Mönchen Regeln gaben, keineswegs neue Gebräucheeinzuführen, noch sich durch eine besondere Lebensweise auszuzeichncngesucht. Nur die Veränderung, welche in den Sitten und Gebräuche»der Menschen verging, macht, das uns das Leben der Mönche soauffallend vorkommt." So hat man z. B. die Spöttereien in Bezugauf den Streit, welcher sich unter den Franziskanern über die Formder Kapuze entspann, verschwendet. Vielleicht liegt das Lächerlichenur in der Art und Weise, wie die Streitfrage betrieben wurde;aber im Grund genommen hatten die Mönche durchaus nicht Unrecht,wenn sie das ärmliche und einfache Gewand, das ihnen ihr Stiftergegeben hatte, bcibehalten wollten; die gute Zucht gewinnt Nichtsbei Veränderungen; erst wenn der Geist ihres Standes verschwundenist, suchen die Mönche sich der weltlichen Mode zu nähern.

Pom Ueichthumc -cr Kröger.

Höchst wichtig und schlagend sind die hieher gehörigen WorteBurkc's, welche wir denen entgcgcnhalten, welche stets über denReichthum der Klöster nur zu klagen und zu jammern wissen:Ichkann nicht begreifen," sagt dieser große Staatsmann,wie derNcichthum der Mönche, welche, ihr vertreiben wollt, sowohl durchseine Verwaltung als auch durch seine Anwendung sie Hassenswerthmachen könnte, und wie derselbe Reichthum dem Staate wenigernützlich wäre, als der der Leute, denen ihr die Klostergüter geben wollt.Aus welchem Grunde werden wir die Verwendung eines so große»Grnndcigenthnmö, oder vielmehr die Nutznießung der Produkte deöBodens beschwerlich finden, da sie zurAnlegnng großer Bibliotheken,