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2 (1845)
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sic unter den christlichen Nationen zn besonderen Völkern macht?Warum ferner eine so große Verschiedenheit in den verschiedenenMönchsorden, in lauter Dingen, die durch Gottes Gesetz wedergeboten noch verboten sind? Hat cS nicht den Anschein, als hättensie die Augen des Volkes blenden wollen, um so Achtung und Wohl-thaten sich zn erwerben? Also denken und sprechen Manche, dieverwegen urtheilen, weil sie das Altcrthnm nicht kennen. Denn,wenn man sich die Mühe nehmen will, dieses Acnßere der Möncheund Religiösen zu prüfen, so wird man finden, daß dieß nurNcbe r r este alterSitt e n sind, welche sie mehrere Jahrhundertehindurch treu bewahrten, während die übrige Welt sie sehr ver-ändert hat."

Beginnen wir mit der Beurtheilung der Ordenstracht. Derheilige Benedikt sagt, die Mönche sollen sich für die Arbeit mit einemLeibrock, einer Kapuze nebst Skapnlier begnügen. Der Leibrock ohneMantel aber war das Gewand armer Leute gewesen und die Ka-puze eine Art Kappe, wie sie Landleutc trugen. Diese Kopfbedeckungwurde in den folgenden Jahrhunderten allgemein, und da sie gutgegen die Kälte schützte, so war sie von dort an in unserm Europaetwa zwei Jahrhunderte im Gebrauch. Nicht blos die Geistlichenund Gelehrten, sondern sogar Adelige und Höflinge trugen Kapuzenvon verschiedenen Gattungen. Die von der Regel des heiligen Be-nedikt bezeichnete Kapuze diente zugleich als Mantel. Daö Ska-pulier sollte während der Arbeit, und wenn man Etwas trug, dieSchultern bedecken. Somit gab der heilige Benedikt seinen Mönchennur die gemeinsame Kleidung der Armen seines Landes, und siewaren nur durch völlige Gleichheit, welche nöthig war, damit die-selbe Kleidung alle Mönche eines und desselben Klosters benützenkonnten, unterschieden. So darf man sich aber auch nicht wundern,wenn sich im Verlaufe von zwölf Jahrhunderten einige Verschieden-heit in Farbe und Schnitt unter den Mönchen, welche nach derRegel des heiligen Benedikt leben, je nach den Ländern und denverschiedenen Reformen eingeschlichen hat. Was nun die Mönchs-orden betrifft, welche erst in den letzten fünf Jahrhunderten gestiftetwurden, so behielten sie natürlich die schon übliche Ordenstracht bei.Keine Linnen zn tragen gälte heute für sehr streng: allein daö

Gesch, der Mönchsvrdcn. II. 2