Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
15
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theils >n Seminarien, theils in Schulen, und gerade diese Art vonDienstleistung muß die Gesellschaft am meisten zur Dankbarkeit auf-sordcrn. Die Unterweisung der Jugend war fast ausschließlich demClcruS und besonders den Mönchen anvcrtraut. Dabei bewiesen sieeine solche Uneigeunützigkeit, eine solche Aufopferung, die blos ausher Religion hcrvorgchen kann. Ehrgeiz nud Habsucht waren fernevon ihnen; man wollte keineswegs bei diesem Amte sein Glück er-jagen und war nicht durch Familieusorgen au voller Hingabe andas Lehramt gehindert. Ein Mönch, der einen bedeutenden Lehr-stuhl inne und viele Zuhörer um sich versammelt hatte, hatte vorden Andern nichts voraus; seine Zelle, seine Kleidung, seine Nah-rung waren nicht ausgesuchter und alle seine Zeit theilte sich zwischenStudium und Gebet. Solche Männer aber, welche mit der WeltNichts zu thuu hatten, lind mit ihren Bemühungen kein irdischesInteresse verbanden, welche offenbar nur gute Christen heranbildcnund sie in allem Wissenswertsten unterrichten wollten, solche Männererwarben sich viel eher die Achtung, Verehrung und das Vertrauender Jugend, als unsere modernen Lehrer mit ihrem Gehalte, ihrenweltlichen Gewohnheiten, ihrem zerstreuten Leben und ihrem Stre-ben, an eine einträglichere Stelle zu kommen."

Eine dritte Klasse von Mönchen bilden die Orden, in denenman sich der auswärtigen Pastoration widmete. Manche verbandendiese Geschäfte mit den Hebungen des Klostcrlebeus; das Predigen,die Leitung des Gewissens, die Missionen waren im Geiste und indem Zwecke ihrer Anstalt gegründet. Die gewöhnlichen Pfarrerschätzten sich glücklich, in ihnen thätige und eifrige Gehülfcn zu ha-ben, welche sie in der Unterweisung der Gläubigen und im Beicht-stühle unterstützten. Man weiß noch recht wohl, mit welcher WürdeMönche auf christliche Kanzeln traten, und wir besitzen noch Samm-lungen ihrer Reden, welche von ibren Talenten und ihrer Fröm-migkeit gleich ehrenvoll zeugen. Ferner gab es Orden, deren be-sondere Aufgabe cs war, die Armen zu unterstützen, die Kranken zubesuchen, die Unwissenden zu belehren, und alle Werke der Barm-herzigkeit auszuübcn. In Zeiten der Bedrängnis; sah man Möncheden Gefahren trotzen, um ihren Mitbürgern Hilfe leisten zu können,indem sie bald durch ihre Sorgfalt die Härte einer ansteckenden