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Päpsten den Vorwurf machen, sie hatte» die Zukunft nicht erreichen?Wenn endlich Anstalten verpflanzt wurden, so geschah dies; nur a„fdie inständigen Bitten der Fürsten und Hohen, der Magistrate unddes Volkes, die bei ihren Wünschen nicht von Laune oder Schein-Heiligkeit, sondern von dem Gefühle der Nothwcndigkeit oder Bequem-lichkeit geleitet wurden, welche ihnen die neue Anstalt zur Erfüllungder Pflichten und Hebungen der Religion darbieten würde. Bliebman aber nicht mehr im rechten Geleise, was ja wohl geschehenkonnte, so war diest vielmehr ans Rechnung des Volkes als derKirche zu schreiben. Wenigstens müßte man das menschliche Herzgar nicht kennen, wenn man behaupten wollte, daß die Mönche sichhätten widcrsetzen sollen, als ihnen ein leichter Weg zur Erweiterungihrer Interessen gebahnt war. Als aber der Orden zu viele z»werden drohten, so hat die Kirche selbst auf den allgemeinen Con-eilien im Lateran und von Lyon (I. 1215 n. 1274) die Errichtungneuer Mönchsorden verboten.
Nebrigens ist die Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit der klö-sterlichen Institute mehr scheinbar. Ein in der Kirchengcschichtc wohlbewanderter Schriftsteller redueirt alle religiösen Vereine, welche zurZeit der angeblichen Reformation bestanden, auf vier Klassen, indemer sie vom Gesichtspunkte ihrer Arbeit und dcS Geistes ihrer Nieder-lassung aus betrachtet. '
„Die Eineu befaßtem sich mit literarischen oder gelehrten Unter-suchungen, entwirrten das Chaos kirchlicher Alterthümer und sogarder Profangcschichte, veranstalteten Ausgaben der Kirchenväter, be-deutende Sammlungen, entdeckten schätzbare Denkmäler, und trugendas Licht der Gelehrsamkeit und Kritik auf den Bereich ihrer Stu-dien über. Religiöse Vereine waren für solche Unternehmungenganz geeignet; man war dabei nicht durch weltliche Geschäfte undSorgen zerstreut; große Bibliotheken standen zu Gebote, alle Un-tersuchungen stellte man gemeinsam an, und die älteren Mönchebildeten die jünger» durch Benützung ihrer Kräfte für dieselbe Lauf-bahn heran."
„Andere religiöse Körperschaften widmeten sich der Erziehung,
- kssai Iiisloi'inuo sur I'inllueilev äo I» rölixion e» I'iluico poiM-mI tcXVII- siücle, t. 1. p. 101.