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1 (1854)
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Zehnter Gesang.

oo.

Wir, denen nicht — die Wahrheit nur bericht' ichDas Loos gewogen, flohn in Heimlichkeit.

Ein trügrisch schönes Antlitz macht' uns flüchtig.

Und Amor, der zur Täuschung stets bereit.

Aus wilden Pfaden, immer eifersüchtig.

Folgt' ihr die Schaar, stets unter sich entzweit.

Sie weckte Lieb' und Groll in einem Jeden— Ich seh's zu spät — durch Blick' und Schmeichelrcden.

si.

Wir kamen an den Ort, wo einst ein NegenBon flammend Feuer siel vom Himmel her,

Auf jenes Volk, das der Natur entgegenIn Freveln lebt' nach sündigem Begehr.

Einst war's ein fruchtbar Land voll Glück und Segen,Jetzt ist es nur ein heisieS Schwefelmeer,

Ein todter Sec, auf dem der Lüste OdemVerpestet wird durch gift'gcn Dunst und Brvdem.

02.

Was man auch mag in dieses Wasser bringen,

Sei's noch so schwer, schlingt nicht die Welle ein;

Gleich Tannen-Eschenholz, ja leichtern DingenSchwimmt hier der Mensch, der Stahl, der harte Stein.Ein Schloß liegt mitten drinn, in das zu dringenEin Brückchen nur gestattet, schmal und klein.

Dort blieben wir mit ihr, cs ging nicht weiter.

Und innen glänzte Alles lieblich heiter.

63 .

Die Luft ist weich, im frohsten Grün verschwisternSich Wies' und Baum, der Himmel wolkenlos.

In dichten Myrthcnbüschen sprudelt lüsternDer sanfte Quell, der sich als Bach ergoß.